Rennbericht 2. SLP-Rennen Saison 09/10
Rennen am
16.10.2009
by ;-)) Robert
Der Herbst hatte
bereits in der Gegend Einzug gehalten, als sich 16 Starter zum 2.
Rennen der SLP Saison 2009/2010 im slotters-paradise einfanden.
Außentemperaturen um die 5 Grad Celsius und Regen sorgten
für leere Straßen, dafür gab es um so mehr Betrieb in
den Clubräumen. Die Rennen im slotters-paradise sind halt richtige
Gassenfeger!
Schon die
Vorbereitungen im Club kündigten den Einsatz neu gebauter
Karosserien von Robert, Stefan und Uwe an, und auch Gäste brachten
neues Material zum Einsatz. Mike zeigte einen sehr schön gebauten
neuen Mazda und im Bereich der Fahrwerkstechnik gab es bei der Abnahme
interessante Neuerungen zu beobachten.
Stefans Deckel kam leider schon im Dienstagstraining in Kontakt mit
mehreren Streckenbegrenzungen abseits des Slots und kündigte
schließlich am Tunnelausgang mit einem lauten "Knack!" einen
schweren Bruch an. Das machte eine sorgfältige Reparatur und
Neuverklebung der Karosserie notwendig.
Das Training am
Freitag vor dem Rennen in 3-Minuten-Takten verlief ruhig, aber dennoch
nicht problemlos: bei Robert löste sich durch sehr großes
Achsspiel ein Kugellager, der Wagen rollte in der Folge am ersten
Anstieg nur noch rückwärts. Stefans Karosserie
hinterließ erneut Lackteile nach dem Tunnelausgang - Stichwort
Bremspunkt! - und musste mit Peters Hilfe ein weiteres Mal geklebt
werden.
Die Abnahme wurde
zügig durchgezogen, Einpeitscher Robert trieb die einzelnen Fahrer
zur technischen Kontrolle. Es gab nur wenige notwendige
Überarbeitungen wegen fehlender Bodenfreiheiten. Diverse
Heckspoilerpositionen sind nach wie vor hart am Limit und dieser Punkt
muß jedenfalls noch einmal separat besprochen werden.
Qualifikation
Die Qualifikation
auf Spur 4 konnte um 20:35 relativ pünktlich begonnen werden.
Für die erste Startgruppe war eine tiefe 8er Zeit notwendig,
Stefan verpasste den Sprung zu den 'Schnellsten' nur um wenige
Tausendstel. Die Bahn hat nach der Wäsche vor dem ersten Rennen
noch nicht wieder ihr maximales Gripniveau erreicht, die Zeiten waren
aber allesamt wieder auf sehr schnellem Niveau.
Platz
|
Name
|
|
Fahrzeug
|
Zeit
|
|
1
|
Robert Getzner
|
|
Jaguar
|
8,661
|
|
2
|
Ralf
Zawiazinski
|
|
Nissan
|
8,717
|
|
3
|
Peter Höhne
|
|
Jaguar
|
8,735
|
|
4
|
Joachim Welsch
|
|
Nissan
|
8,775
|
|
5
|
Mike Hampel
|
|
Mazda
|
8,787
|
|
6
|
Ralf Samstag
|
|
Jaguar
|
8,807
|
|
7
|
Robin Back
|
|
Jaguar
|
8,821
|
|
8
|
Svend Fabian
|
|
Jaguar
|
8,845
|
|
9
|
Stefan Gredel
|
|
Porsche 956 KH
|
8,852
|
|
10
|
Martin Schifferdecker
|
|
Jaguar
|
8,887
|
|
11
|
Uwe Hartwig
|
|
Jaguar
|
8,914
|
|
12
|
Marco Weber
|
|
Leih-Jaguar
|
8,957
|
|
13
|
Thomas Schifferdecker
|
|
Sauber C9
|
9,067
|
|
14
|
Günter Kempf
|
|
Jaguar
|
9,142
|
|
15
|
Ralf Hubig
|
|
Mazda 767B
|
9,269
|
|
16
|
HP Jahn
|
|
Jaguar
|
9,767
|
Die
angebliche Hausfrauengruppe
Mit dem Start der ersten
Gruppe um 21:10 kehrte Ruhe an der Bahn ein. Marco konnte sich mit
seinem von Svend geliehenen Boliden relativ bald von den folgenden
Fahrern absetzen. Hinter ihm konnte Stefan auf Spur 1 sehr gute Zeiten
fahren und der Deckel schien zu halten. Günter auf der schwierigen
Spur 6 fiel zurück, sein Wagen war auf die Bahnbedingungen noch
nicht optimal abgestimmt. Die restlichen Fahren trieben ihre Autos im
Pulk um die Bahn, teilweise mit atemberaubend kurzen Abständen.
Martin konnte sich im weiteren Verlauf etwas von Uwe und Thomas
absetzen. Im fast einzigen Abflug dieses Stints nahm Uwe Martins Auto
mit aus dem Slot, Gott sei Dank ohne weitere Folgen für die
Fahrzeuge oder Rundenzeiten.
Auf allen Bahnen wurden schon in dieser Gruppe super Zeiten unter 9s
gefahren, ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Feld weiterhin auf
hohem Niveau zusammenrückt.
In der Mitte dieses ersten Stints schien die Reihenfolge bereits
gesetzt: Marco - Martin - Stefan - Uwe - Thomas - Günter. Stefan
wollte sich aber noch nicht so leicht geschlagen geben. Mit einer sehr
sauberen Fahrt auf Spur 1 und der richtigen Pace konnte er sich wieder
an Martin heran arbeiten. Martin fightete hart aber fair und so
lieferten sich die beiden einen sehr spannenden Kampf und flogen Seite
an Seite runden lang durch die Kurven. Mehrere Positionswechsel
begleiteten diese Zweikampf, bis sich Stefan schließlich
erfolgreich durchsetzen konnte.
Im zweiten Stint
zeigte Uwe einige Unsicherheiten auf Spur 5 und landete mehrfach neben
der Strecke.
Martin auf Spur 1 hielt bei dem auf Spur 2 fahrenden Marco einen Tick
zulange dagegen, Marcos (also eigentlich Svends) Wagen nur im
Zentimeterabstand hinter Martins Jaguar. Am Ende von Start-Ziel
arbeitete sich Marco schon beinahe an Martin vorbei. Marco schiebt sich
vor der Startampel neben Martin, der nicht zuckt. Marco lupft
sinnvollerweise, da unter der Ampel ein Abschuß garantiert
wäre, bleibt aber noch unmittelbar hinter Martin. Der blaue Jaguar
von Martin schert etwas zu weit aus, Marco ist schon wieder voll am Gas
und erwischt somit die Katze am Heck. Der Jag landet im
Staubteppich neben der Bahn, Marco kann unbeschadet weiterfahren.
In der Folge war
der Grip an Martins Jaguar komplett dahin und die Schleifer waren
vermutlich auch nicht mehr ideal positioniert. Seine Rundenzeiten
brachen komplett ein, nur noch Zeiten um 9.4s bis 9.9s waren
möglich, dh pro Runde mindestens 1/2 Sekunde langsamer als noch
vor dem Abflug. Von diesem Rückschlag erholte sich der Wagen bis
zum Ende des Stints nicht mehr, im Endergebnis sollte das mehrere
verlorene Plätze für ihn bedeuten.
HP zog auf Spur 6
stabil aber langsam seine Runden, selbst Svends Hilfe bei der
Vorbereitung konnte hier kein besseres Ergebnis ermöglichen. Uwe konnte sich Platz 1
von Stefan erobern, fiel aber nach Kollision mit HP wieder zurück.
Erst eine Minute vor Ende des Stints konnte er sich P1
zurückholen.
Günter fuhr
mit äußerst viel Umsicht in diesem Rennen und ließ
schnellere Kontrahenten sehr fair überholen, mehrfach sogar im
Doppelpack!
HP übt sich darin noch etwas mit Hilfe der Mitfahrer, zB Martin
hatte mit mehreren 'Achtung HP ich komme' Rufen sicher großen
Anteil an HPs Lernkurve :)
Marco fuhr auf Spur
1 konstant 8.8er Zeiten und der auf Spur 5 fahrende Stefan konnte sich
daher nicht absetzen, obwohl er ebenfalls mit konstant 8.8 sehr schnell
unterwegs war.
Im dritten Stint
konnte Marco seine Pace nicht halten und fuhr nur noch 9.1er Zeiten auf
Spur 3. Im späteren Stint konnte Günter dieselben Zeiten
fahren. Es sollte sich noch zeigen, dass auf Spur 3 alle Fahrer -
auch der zweiten Gruppe - Probleme hatten.
Insgesamt gab es in diesem Durchgang schon deutlich mehr Abflüge,
was sicher dem zunehmenden Grip aber auch der nachlassenden
Konzentration geschuldet war. Marco erwischte einmal den auf der Bahn
liegenden Wagen von Martin voll, Teile flogen, aber auch hier gab es
glücklicherweise keine Folgen für die weiteren Rundenzeiten. Uwe konnte auf Spur 6
konstant tiefe 8.9er Zeiten fahren.
In den
letzten beiden Läufen gab es weiterhin spannende Zweikämpfe,
bei den Abständen von ca. 1.5 Runden zwischen den einzelnen
Fahrern war noch kein Taktieren möglich und manch einer erhoffte
sich noch den Sprung in die Zeiten der ersten Gruppe. Gelungen ist das
schlussendlich Marco, der mit seinem Leihwagen eine sehr gute
fahrerische Leistung abgeliefert hat.
Angeblich
die ruhigere Gruppe
Über die zweite
Gruppe gibt es mangels Notizen leider nicht so Ausführliches zu
berichten. Eines kann man aus Fahrersicht aber sagen: Es war sau
schnell und sau eng. Am Endergebnis kann man erkennen, dass von Platz
1-Platz 8 nur ein Unterschied von 9 Runden besteht, dh 2% (=9/409).
Damit ist die Leistungsdichte auch mathematisch belegt :).
Gleich am Start des ersten Laufs löste ich selbst eine Kollision
aus, indem ich den neben mir fahrenden Nissan von Ralf Z. in den Rest
des Feldes beförderte. Ich schwör, das war keine Absicht;
sobald ich das drauf habe, merkt ihr´s dann :))
Ich hatte mich unmittelbar nach dem Start beim zweiten Knick arg
verbremst, konnte mich so aber mit Glück etwas vom Rest des Feldes
absetzen. Gegen Ende des Laufs musste ich aber Ralf Z. und Ralf S.
passieren lassen. Auf Spur 1 sollte man sich da aber noch nicht
beschweren.
In dieser
Gruppe herrschte deutlich mehr Unruhe als in der Gruppe zuvor, die
Fahrzeuge schienen insgesamt mehr ans Limit gebaut zu sein und einige
hatten mit dem Grip zu kämpfen. Svend kämpfte mit am meisten
und lag ungewohnt oft neben dem Slot. Joachim schien an diesem Tag auch
nicht ganz zufrieden, wir sind schon gespannt, ob an seinem Auto nun
ausnahmsweise vor dem nächsten Rennen geschraubt wird.
Peter H.
hatte im Training vor dem Rennen zwei sehr schnelle Wagen mit neuer
Technik gezeigt. Gegen Rennende schien das Einsatzfahrzeug aber immer
mehr Grip zu entwickeln und fand sich in der Folge in immer
kürzeren Abständen neben der Bahn. Peter war zudem durch eine
Handgelenksverletzung gehandicapt und beendete das Rennen vorzeitig.
Mike hatte mit seinem bereits erwähnten neuen Mazda offenbar einen
wirklich guten Griff gemacht: dieses Auto lief wunderbar und nach dem
Rennen konnte damit auf Spur 5 auch noch eine 8.4s-Runde gezaubert
werden.
Mein neuer Jaguar lief zunächst toll und stabil, auf den beiden
letzten Spuren 4 und 2 wurde das Fahrzeug aber unruhig und musste durch
einige Kurven und Knicke förmlich getragen werden. Erst nach
Rennende stellte sich ein loses Federelement heraus, wieder etwas
gelernt...
Ralf Zs
Nissan lief unglaublich gut, Ralf selbst führte das unter anderem
auch auf eine Reparatur seines Reglers zurück. Ralf S war mit
einem Fahrzeug aus der Manufaktur Manges unterwegs, besonders zu
erwähnen war hier der Reifenflankenspezialschliff. Das Auto war
dadurch einerseits schnell, baute aber in Kurven sehr viel Grip auf,
dem Ralf mit vorsichtigem Fahrstil begegnen musste. Insgesamt aber
offenbar ein gutes Konzept, Ralf somit auf dem lange schon verdienten
3ten Platz (weniger als eine Runde vor mir, grrr :) ).
Einzig der
spät eingestiegene Robin fuhr mit einem idealen Fahrbild, der
Wagen lag unglaublich ruhig. Sicher eine Kombination aus
überlegtem Fahrstil und sauberer Wagen- und Reifenabstimmung. Er
fuhr auf Spur 5, 4 UND auf Spur 1(!!) 69 Runden, auf Spur 4 und
insbesondere auf Spur 1 ist das sonst niemandem gelungen. Somit holte
sich Robin verdient den Sieg zum Rennende gegen 0:30.
Platz
|
Name
|
|
Fahrzeug
|
Runden
|
|
1
|
Robin Back
|
|
Jaguar
|
409,67
|
|
2
|
Ralf
Zawiazinski
|
|
Nissan
|
406,47
|
|
3
|
Ralf Samstag
|
|
Jaguar
|
405,46
|
|
4
|
Robert Getzner
|
|
Jaguar
|
404,52
|
|
5
|
Joachim Welsch
|
|
Nissan
|
403,28
|
|
6
|
Svend Fabian
|
|
Jaguar
|
403,03
|
|
7
|
Mike Hampel
|
|
Mazda
|
402,55
|
|
8
|
Marco Weber
|
|
Leih-Jaguar
|
400,16
|
|
9
|
Uwe Hartwig
|
|
Jaguar
|
398,99
|
|
10
|
Stefan Gredel
|
|
Porsche 956 KH
|
395,14
|
|
11
|
Martin Schifferdecker
|
|
Jaguar
|
393,66
|
|
12
|
Ralf Hubig
|
|
Mazda 767B
|
391,02
|
|
13
|
Thomas Schifferdecker
|
|
Sauber C9
|
385,67
|
|
14
|
Günter Kempf
|
|
Jaguar
|
384,03
|
|
15
|
HP Jahn
|
|
Jaguar
|
359,03
|
|
16
|
Peter Höhne
|
|
Jaguar
|
256 (DNF)
|
Herzlichen
Glückwunsch an alle, das Feld ist wirklich sehr dicht beeinander
und auch kleine Fehler rächen sich unmittelbar mit Platzverlust.
Die weitere technische Entwicklung bleibt spannend und somit ist
weiterhin Spannung, Spaß und Spiel garantiert :)
Cu all @ slotters-paradise
Liebe
Grüße, Euer Robert