vom 07.07.06
by Uwe
Unter
menschenunwürdigen Bedingungen (schwülwarmes Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit,
gefühlte 500%) fanden sich leider nur 6 Racer ein, um den 3. Lauf der SLP-Clubchallenge auszutragen. PM wieder einmal
geschäftlich unterwegs. Daniel aus unbekanntem Grund nicht dabei. Und Thomas,
der Gewinner des letzten Rennens, leider krankheitsbedingt ausgefallen.
Auf diesem
Weg von der ganzen Truppe die Besten Wünsche zur raschen Genesung!.
Nach einem
feinen Imbiss (knoblauchfrei), wurde mit der Wagenabnahme begonnen, die außer 2
kleineren Mängeln, die umgehend behoben wurden, keine weiteren Beanstandungen
hervorbrachte.
Bei mäßigem
Grip-Niveau der Strecke, bedingt durch WM- und
Wetterbedingt fehlende Trainingssessions in den
Vortagen, kam es hier auf ein gut abgestimmtes Fahrzeug mit gut funktionierendem
Reifensatz an.
Eines
vorweg: Günther der ja bekanntlich nicht der größte Freund des Reifenschleifens
ist, tat hier in der Vorbereitung sehr viel, und fand das eine oder andere
Zehntel in der Abstimmung sowie den Reifen. Er überraschte alle mit einem top-funktionierenden Auto und absoluter Konstanz am Regler.
Qualifying
Ingo
würfelte die Spur 3 aus. Das Qualifying startet in umgekehrter Reihenfolge der Challenge-Gesamtplatzierung. Somit durfte Ingo die Bahn
freifahren. Allerdings stellte er prompt sein Auto, den wirklich schönen, aber
etwas übergewichtigen Panoz, auf die falsche Spur,
was aber unter dem schmunzeln aller schnell korrigiert wurde. Er fuhr eine
unspektakuläre 11.0.
Ich selbst
flog nach einer für mich relativ guten 10.7 in der 3. Runde ab, Robert zog nach
einer 10.3 den Regler (wollte nicht unbedingt Spur 1 sauber-fahren,
tat es dann aber dann doch), Martin kam mit einer 10,499 ganz knapp vor Günther
(10,503). Andy ließ es krachen kam jedoch mit mehreren 10,4er Zeiten nicht ganz
an Robert heran.
Das Ergebnis des Qualifyings
und damit die Startaufstellung:
Platz
|
Name |
Fahrzeug |
Zeit
|
|
1 |
Robert |
Sauber C9 |
10,347 |
|
2 |
Andy |
Sauber C9 |
10,406 |
|
3 |
Martin |
Mercedes CLK |
10,449 |
|
4 |
Günter |
Porsche 962 |
10,503 |
|
5 |
Uwe |
Mercedes CLK |
10,629 |
|
6 |
Ingo |
Panoz |
11,087 |
Rennen
Eins
Lauf 1
Bei
Rennstart ziehen alle Autos los. Es zeigt sich jedoch relativ schnell wer, von
Abflügen mal abgesehen, wer mit wem um die Plätze kämpfen würde. Andy fuhr mit
Robert, Martin mit Günther, ich dahinter und nach mir Ingo. Jedoch kam alles
anders.
Andy
überzieht etwas und fliegt in der 2.Runde ab. Robert setzt sich etwas ab.
Martin lässt jedoch nicht locker und holt sich die Führung. Günther konstant
und schnell. Ich fahre relativ konstant, aber um einiges langsamer als Günther.
Ingo fährt ebenfalls Konstant und holt das Beste aus dem schweren Panoz heraus.
Lauf 2
Andy
prescht wie von der Tarantel gestochen los. Er fährt die schnellsten
Rundenzeiten, überreizt wieder und fliegt nach 2 Minuten erneut ab. Martin,
Robert und Günther fahren 28, ich 27 und Ingo 25 Runden.
Lauf 3 - Der Stärkste Lauf des
Abends
Günther
steckt den Regler falsch ein. Bemerkt es jedoch nach der Frage unseres
Rennleiters Marco (der seinen Nissan R390 leider immer noch nicht fertig hat)
ob denn alle Regler korrekt eingesteckt sind.
Andy fährt
weiterhin die schnellsten Zeiten vor Robert und Günther. Martin auf Spur 6 muss
die drei etwas ziehen lassen. Ingo nimmt mir wiederum eine Runde ab. In der
Summe aller Spuren erreichen wir in diesem Lauf 165 Runden!
Lauf 4 - Abflugorgie
Ingo (1:30)
Martin (2:30) und Andy (4:30) setzen ihre Autos neben die Spur. Somit kann sich
Günther auf Platz 2 und ich mich auf Platz 3 „vorfahren“! ;-))
Lauf 5
Ich halte
kurz vor Start-Ziel kurz an um meinen Regler etwas zu verstellen. Mein Auto
bleibt auf einem tiefer liegenden Schienenstoß stehen. Als ich wieder anfahren
will, haben meine Schleifer keinen Kontakt mehr. Verunsichert, wie denn die
Vorgehensweise in so einem Fall ist, bleibe ich erstmal hilf- und ratlos stehen,
bis die Jungs mir gestatten die Kiste anzuschubsen um weiterzufahren.
Ich
verliere dadurch zwar ein paar Runden, aber nicht die Restlaufzeit. In diesem
Lauf fahre ich die Restzeit auf Tuchfühlung mit Ingo. Mal ist er vorne mal ich,
ein starkes Bild auf der Bahn wenn zwei mehr oder weniger gleichschnelle Autos
(Fahrer) unterwegs sind.
Alle
anderen Fahrer spulen in diesem Lauf 28 Runden ab und halten ihre Abstände
zueinander.
Lauf 6
Ich immer
noch an P3 meine nach knapp der Hälfte des Laufs auf den Monitors schauen zu
müssen. Verpasse dadurch den Bremspunkt und schmeiße mein Auto an der
Brückenabfahrt in die Bande. Dadurch kann ich mich natürlich nicht mehr wehren
als Martin mich überholt und den 3. Platz einnimmt. Auch Ingo kommt dadurch
wieder um einiges näher an mich heran. Robert fährt 28 Runden, Andy, Günther und
Martin jeweils 27 in diesem Stint.
Robert und
Günther nahezu gleichauf und vor allem fehlerfrei und schnell.
Somit erreichten wir folgenden Zwischenstand nach
dem ersten Durchgang:
Platz
|
Name |
Fahrzeug |
Runden |
Bestzeit
|
|
1 |
Robert |
Sauber C9 |
166,68 |
10,496 |
|
2 |
Günter |
Porsche 962 |
164,32 |
10,634 |
|
3 |
Martin |
Mercedes CLK |
152,39 |
10,437 |
|
4 |
Uwe |
Mercedes CLK |
144,45 |
10,797 |
|
5 |
Ingo |
Panoz |
135,77 |
10,946 |
|
6 |
Andy |
Sauber C9 |
119,86 |
10,384 |
|
Beste Runde: 10,384s
von Andy in Lauf 2 auf Spur 1 |
|
Bester Lauf: 29
Runden von Robert in Lauf 3 auf Spur 5 |
Lauf 1
Andy fährt
28 Runden und ist ca. 1/10 schneller unterwegs als seine Verfolger Martin und
Robert. Das restliche Feld ist relativ dicht beieinander und fast alle
erreichen die 27 Rundenmarke. Ingo fährt wie im ersten Rennen seine konstanten
25 Runden.
Lauf 2
Andy legt
seinen Sauber in der 2. Runde aufs Dach. Robert übernimmt die Führung des 2.
Rennens und behauptet diese mit ca. 1/2Runde vor Martin, der wiederum knapp vor
Günther liegt.
Lauf 3
Ein sehr
starker Lauf aller Teilnehmer, in dem es viele spannende aber faire Fights
gibt. Robert und Martin absolvieren je 28 Runden. Günther, Ingo und ich je 27.
Andy ist sehr flott unterwegs fällt jedoch kurz vor Ende des Laufs aus und
erreicht somit 23 Runden.
Lauf 4
Robert
fährt voraus. Mit einer Runde Rückstand folgen Martin, Günther und ich. Eine
weitere Runde zurück fährt Ingo mit 26 Runden.
Lauf 5
Robert,
Martin und Günther funktionieren wie Uhrwerke und ziehen mit 28 Runden um den
Kurs. Ich versuche dranzubleiben kann aber nicht wirklich mithalten und
verliere eine Runde. Ingo wieder mit konstanten 25 Runden. Andy fliegt nach
etwa der Hälfte des Laufs ab.
Lauf 6
Zu
vorgerückter Stunde fand der letzte Lauf statt, der wiederum der zweitstärkste
des Abends war. Robert mit 29 Runden voraus, Martin (eine Runde zurück) nimmt
Günther eine Runde ab und kann diesen im Endresultat des 2. Rennens ein paar
Meter hinter sich lassen.
Endstand des dritten SLP-Rennens:
Platz
[Lauf1] |
Fahrer |
Fahrzeug |
Bestzeit Lauf 1 |
Runden Lauf 1 |
Bestzeit Lauf 2 |
Runden Lauf 2 |
Runden
insgesamt |
|
1 (1) |
Robert |
Sauber C9 |
10,498 |
166,68 |
10,471 |
168,05 |
334,73 |
|
2 (3) |
Günter |
Porsche 962 |
10,634 |
164,32 |
10,702 |
164,82 |
329,14 |
|
3 (2) |
Martin |
Mercedes CLK |
10,437 |
152,39 |
10,666 |
165,09 |
317,48 |
|
4 (5) |
Uwe |
Mercedes CLK |
10,797 |
144,45 |
10,777 |
162,74 |
307,19 |
|
5 (4) |
Ingo |
Panoz |
10,946 |
135,77 |
11,097 |
155,29 |
291,06 |
|
6 (6) |
Andy |
Sauber C9 |
10,384 |
119,86 |
10,540 |
96,86 |
216,72 |
|
Im 2ten Lauf: |
|
Beste
Runde: 10,471s von Thomas in Lauf 12
auf Spur 2 |
|
Bester Lauf: 29
Runden von Robert in Lauf 11 auf Spur 4 |
Robert hat
nun endlich einmal zeigen können, was mit seinem Sauber möglich ist, wenn er
fehlerfrei und vor allem ohne Defekte durchkommt (siehe SLP-Rennbericht
1 und 2). Günther ist mit dem Ergebnis seines bisher besten Rennens und dem
damit verbundenen 2ten Platz überglücklich. - Herzlichen Glückwunsch Euch beiden.
Martin fuhr
mit nur einem Fehler auf Platz 3. Ohne diesen wäre der Kampf um Platz 2 sehr
spannend geworden. Ich fuhr mit Luft nach vorne und nach hinten einen 4. Platz
heraus.
Ingo auf
Platz 5 verbesserte trotz eines Fehlers seine Gesamtdistanz. Last but not least fuhr Andy nach
einem verkorksten Rennen jedoch mit ständig besten Rundenzeiten auf Platz 6. Er
konnte beim lockeren auslaufen nach dem Rennen 2 kleine Fehler im Fahrwerk
ausmerzen und seinen Sauber „sicherer“ und damit fahrbar machen, was für das
nächste Rennen jetzt schon die Spannung anheizt.
Absolut Top
war die Fairness aller Teilnehmer. Schnellere Autos wurden ohne wenn und aber
auf der nächsten Gerade durch kurzes lupfen des Gashebels „vorbeigewunken“.
Einen Rempler gab es im Rennen, der aber nicht
wirklich zum Problem, sondern als Rennunfall abgehakt wurde.
Alles in
allem wieder mal ein gelungener Rennabend
Uwe